1689
Mark- und Weidbrief wegen Fahren und Galma Most (Alpe Ziersch) Weiderechte im Besitz der Düringer-(Dünser-)berger und Schnifner Pfarrer Teilung des Alpgebiets, gemeinsame Nutzung der Voralpe Rells.
1735
Verkauf von Alprechten auf dem Walserberg (Fahren) durch Alpgenossen aus Ruggell, erster schriftlicher Nachweis zum Besitz von Weiderechten nachher weitere Käufe durch Ruggeller und Gampriner Gemeindebürger.
1761
Kauf eines Maiensässes und Alprechts vom Pfarrer in Eschen (Pfäfers).
1767
Enteignung des Besitzes und Alprechts und Verkauf an Montafoner.
1820
Vereinbarung der Alpmitglieder der Alpe Fahren zur Einschränkung des Verkaufs von Weiderechten (WR) an auswärtige Nichtbürger von Ruggell.
1853
Fahren: 48 ¼ WR, Besitzer: 34, davon Ruggeller 31, Eschner 2, Schellenberg 1
Ziersch: 39 ½ WR, Besitzer: 23, davon Ruggeller 13, Gamprin-Bendern 8, Schellenberg 1, Fresch 1
1872
Regelung der Servituten zwischen Gemeinden des Stands Montafon und der Alpgenossenschaften Fahren und Ziersch zur Wald- und Weidnutzung.
1952
Vollversammlung der Mitglieder der beiden Alpen mit 88 Weiderechte zur Gründung der Alpinteressentschaft Fahren-Ziersch gemäss Flurverfassungsgesetz.
Geschichte der Alpinteressentschaft Fahren-Ziersch
Aktuelle Herausforderungen und Zukunft der Alp
Die Alpwirtschaft ist auch heute noch ein wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft. Sie ist derzeit grossen Veränderungen ausgesetzt und befindet sich im Umbruch. Einerseits hat sich die Landwirtschaft und insbesondere die Viehhaltung in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert.
Andererseits sind auch damit verbunden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Alpen nun ganz andere als noch zu Zeiten unserer Vorgeneration.
Die Preise für landwirtschaftliche Produkte sind in den letzten 50 Jahren gefallen, obwohl die Lebenshaltungskosten stark gestiegen sind. Das Entgelt für die Sömmerung von Vieh auf den Alpen ist in den letzten Jahren ebenfalls gefallen. Die Kosten für Lohn und Unterhalt der Alpe haben sich der allgemeinen Entwicklung angepasst. Die Kostenstruktur zeigt deutlich, dass die Alpwirtschaft auf Unterstützung angewiesen ist.
Unsere Alpgenossenschaft setzt sich aktiv mit den veränderten Ansprüchen und Chancen auseinander.

